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Goldene Ehrennadel Berthold Gertz
Zum Abschluss der Schach-Saison 2024-25 wurde in Niederbrechen der diesjährige Bezirkskongress durchgeführt. Leider waren nicht alle Klubs durch Delegierte vertreten. Nach der Begrüßung gedachten die Anwesenden der verstorbenen Schachfreunde Gerhard-Werner Zimmermann, Adolf Bremser (beide SC Rochade Diez) und Herbert Michel (SK Niederbrechen).
Im Anschluss verlieh der erste Vorsitzende als höchste Auszeichnung des heimischen Bezirks, die Goldene Ehrennadel, an Berthold Gertz vom SC Bad Marienberg. Gertz leitet bereits seit mehr als 25 Jahre als Vorstandsmitglied (u.a. als Geschäftsführer) die Geschicke des Westerwaldvereins.
In ihren Rechenschaftsberichten blickten Vorsitzender Andreas Klapper, Turnierleiter Florian Stuhlmann und Jugendleiterin Julia Wagner sportlich gesehen auf eine Saison mit Höhen und Tiefen zurück. Während der SV Lahn Limburg 1 als Vizemeister der Verbandsliga Nord den größten Erfolg seit mehr als 20 Jahren feiern konnte, war für den Hessenligaabsteiger, SK Niederbrechen 1, trotz höherer Ziele nur ein Mittelfeldplatz möglich. Der SC Königsflügel Lindenholzhausen 1 muss sogar in die Landesklasse absteigen. Auch in der Landesklasse West taten sich die heimischen Mannschaften schwer. Niederbrechen 2 schaffte nur knapp den Klassenerhalt und Limburg 2 geht in die Bezirksliga zurück. Dennoch sind die heimischen Vereine auch in der kommenden Saison weiterhin mit fünf Mannschaften in den überregionalen Ligen vertreten, da Bad Marienberg 1 Interesse am Aufstieg in die Landesklasse West angemeldet hat. Sowohl Meister Lindenholzhausen 2, Vizemeister Niederbrechen 3 als auch der Drittplatzierte Langendernbach 1 verzichten aus personellen Gründen auf die höhere Liga. Meister der Bezirksklasse in der Saison 2024-25 wurde Langendernbach 2.
Auf Unterverbandsebene konnten wieder für alle Jugendlichen und Erwachsenen Blitz- und Schnellschach-Meisterschaften angeboten werden. In der kommenden Saison ist erstmals seit vielen Jahren wieder ein Jugend-Langschachturnier als Qualifikation für das „Zentrale Lager“ (Hessenmeisterschaften) geplant.
Am Bezirkspokal-Wettbewerb nahmen in diesem Jahr nur neun Mannschaften teil. Dabei konnte Niederbrechen erneut den Pokal verteidigen und nimmt nun mit zwei Teams am Hessenpokal teil.
Der SK Niederbrechen war auch bei den Hessischen Blitz-Mannschafts-meisterschaften mit zwei Teams vertreten. Vier Jugendliche nahmen am Einzelwettbewerb der Landes-Jugendmeisterschaften teil: Lennard Meffert, Erik Stab und Lavi Jacob vom SK Niederbrechen und Mika Cromm vom TuS Löhnberg.
Der SV Lahn Limburg war mit einer Mannschaft an den Hessischen Mannschaftsmeisterschaften der U12 vertreten. Madeleine Schardt (SK Niederbrechen) erkämpfte sie sich wie im letzten Jahr die Bronzemedaille bei den Hessischen Frauen-Blitz-Einzelmeisterschaften.
Als größtes offenes, heimisches Turnier hat sich das WerkStadt-Open in Limburg mittlerweile landesweit etabliert. Bei der neunten Veranstaltung am 2.August werden wieder ca. 100 Teilnehmer erwartet. Die Turnierleitung liegt wie schon in den vergangenen Jahren in den bewährten Händen von Joachim Gries (Hessischer Schachverband = HSV). Auch das erstmals durchgeführte WerkStadt-Jugend-Open im Februar wurde mit knapp 100 Teilnehmern sehr gut angenommen. Vorsitzender Andreas Klapper dankte dem Organisator beider Events, Matthias Meffert, mit einem Präsent für seinen unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz. Anschließend informierte Klapper die Delegierten über den Verlauf des Hessischen Schachkongresses. Der Terminplan für die kommende Saison wurde bereits an alle Vereine verschickt.
Am Ende bedankte sich Klapper für die gute Zusammenarbeit bei seinen Vorstandskollegen und wünschte allen Vereinen viel Erfolg für die neue Saison. Pressewart Thomas Heider gab einen kurzen Überblick über die Anzahl der von ihm verfassten Berichte und die Veröffentlichungen in der heimischen Presse und den verschiedenen Internetseiten.
Kassierer Thomas Schupp konnte im vergangenen Jahr einen erfreulichen Gewinn verzeichnen. Sein Antrag auf Aussetzung der Vereinsbeiträge an den Bezirk für ein Jahr wird daher einstimmig angenommen. Eine Entlastung für die heimischen Klubs, zumal sich die Beiträge an den Hessischen Schachverband deutlich erhöht haben.
Bei den Neuwahlen zum Gesamtvorstand gab es keine wesentlichen Veränderungen. Die heimischen Schachfreunde können damit weiter auf das bewährte Team zurückgreifen. Folgende Schachfreunde wurden in den Bezirksvorstand gewählt: 1.Vors.: Andreas Klapper (SK Niederbrechen = NB); 2.Vors.: Nicolas Meiser (SV Lahn Limburg = LM); Kassierer: Thomas Schupp (NB), Schriftführer: Felix Stuhlmann (SC Königsflügel Lindenholzhausen = LHH), Turnierleiter: Florian Stuhlmann (LHH); Jugendleiterin: Julia Wagner (LHH); Pressewart: Thomas Heider (NB). Weitere Mitarbeiter: Webmaster (neu): Florian Stuhlmann (LHH); Turnierausschuss: Christoph Diefenbach (LHH); Oliver Schröder (LM); Tobias Schupp (NB); Elmar Pasch (Diez) und Gottfried Rath (Langendernbach); DWZ-Bearbeiter (neu): Patrick Metz (Diez). Die Kassenprüfung im nächsten Jahr liegt in den Händen von Luis Metzner (LM) und Matthias Meffert (NB). Nicht besetzt wurden: die Ämter von Seniorenwart und Schulschachreferent.
Die Delegierten beschlossen u.a. die einheitliche Anpassung (Verkürzung) der Bedenkzeit der Schachpartien für Bezirksklasse und Bezirksliga, an die überregionalen Ligen des Hessischen Schachverbandes.
Außerdem wurde der Bezirksvorstand beauftragt, Sondierungsgespräche mit den Vertretern des Bezirks 8 betreffs einer möglichen Fusion zu führen.
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Zum ersten Mal nach längerer Pause besuchten in diesem Jahr wieder Jugendliche aus mehreren Vereinen des Schachbezirks den Dünsbergpokal-Wettbewerb in Rodheim. Dieses, nach der höchsten Erhebung im Gießener Raum benannten Turnier, wird schon seit mehr als 30 Jahren ausgerichtet und wurde von dem im Jahr 1984 gegründeten Verein Biebertaler Schachfreunde ins Leben gerufen. Viele gestandene, mittlerweile erwachsene Schachspieler aus dem heimischen Bezirk Lahn sammelten schon als Kinder und Jugendliche bei diesem größten Nachwuchsturnier in Mittelhessen ihre ersten Erfahrungen und nicht wenige feierten auch hier ihre ersten Erfolge. Nach der Zwangspause durch die Corona-Jahre erhält diese Veranstaltung langsam wieder mehr Zuspruch und die Teilnehmerzahlen steigen, knapp 100 Akteure waren es diesmal. Vier Vereine aus der Region Limburg-Weilburg gingen heuer gemeinsam an den Start.
Erfolgreichster Teilnehmer war dabei der 13jährige Lennard Meffert vom SK Niederbrechen. In der abgelaufenen Saison konnte er bereits sowohl in der Bezirksliga, als auch in der Landesklasse West Erfahrungen sammeln und sich dabei erheblich verbessern. So kam sein erster Turniersieg nicht ganz unerwartet. Aber seine Quote von 7,0 Punkten aus sieben Partien überraschte selbst seinen Vereinstrainer. Bei der Siegerehrung stand er schließlich ganz oben auf dem Treppchen und nahm freudestrahlend den Pokal für seine Altersklasse U14 entgegen. In der U12 ließ William Wonnemann vom SV Lahn Limburg aufhorchen. Er erkämpfte sich mit 4,5 Zählern den vierten Rang. In der gleichen Gruppe landete Erid Sinani vom SC Königsflügel Lindenholzhausen auf Platz 15 (3,0 P.). Sein Vereinskamerad und Betreuer, Mark Müller, überzeugte in der neu eingerichteten und am stärksten besetzten Klasse U25 mit 4,5 Punkten und wurde Fünfter. Unter den Top-Ten landeten auch Erik Stab (SK Niederbrechen) mit vier Siegen (6.) und Maximilian Forstbach (SV Lahn Limburg) mit 3,5 Zählern (9.) beide U16, sowie Leander Müller von der Rochade Diez mit 4,0 Punkten in der U10 als Achter. Ole Johan Kremer (SK Niederbrechen) belegte bei seinem Turnierdebüt in der gleichen Klasse Rang 13 (3,0 P.).
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Bezirkspokal fest in Brecher Hand
Nachdem sich in diesem Jahr lediglich acht Mannschaften für den Schach-Bezirkspokal für Vierermannschaften angemeldet hatten, war der SK Niederbrechen Favorit in diesem Wettbewerb. Der SV Lahn Limburg hatte auf eine Teilnahme verzichtet, obwohl die Domstädter in ihrer derzeitigen Form dem Pokalverteidiger sicher die Trophäe hätte streitig machen können. In Lindenholzhausen trafen im Halbfinale die Quartette von Lindenholzhausen 1 und Niederbrechen 3, sowie Diez 1 und Niederbrechen 1 aufeinander. Die beiden Brecher Teams hatten sich im Viertelfinale klar durchgesetzt, während die Erste des SC Königsflügel Mühe hatte, sich gegen die Spieler des SKN 4 durchzusetzen. Die Überraschungsmannschaft war jedoch Diez. Zum ersten Mal seit 2013 erreichten die Felkestädter wieder die Vorschlussrunde. Auch diesmal machte der „Underdog“ dem Favoriten das Leben schwer. Die Verbandsligaspieler des SKN hatten mit der ungewohnten verkürzten Bedenkzeit des Viererpokals zu kämpfen und ihnen unterliefen die eine oder andere Ungenauigkeit. So gelang es zwei Diezer Spielern ihren nominell stärkeren Gegnern ein Unentschieden abzuringen. Letztendlich konnten sich die Brecher jedoch erwartungsgemäß durchsetzen. Geburtstagskind Jonas Weyer und Teamleiterin Madeleine Schardt machten am Ende mit ihren Siegen alles klar.
Der ersten Mannschaft aus Lindenholzhausen traute man zu, gegen Niederbrechen 3 zu gewinnen und ins Endspiel einzuziehen. Doch die Begegnung endete mit einem 3:1-Sieg der Brecher, nachdem es dem 14jährigen Lennard Meffert gelang, dem Verbandsligaspieler Florian Stuhlmann ein entscheidendes Remis abzuringen.
Damit standen, wie schon im letzten Jahr gleich zwei Mannschaften des SK Niederbrechen im Endspiel und waren damit für den Hessenpokalwettbewerb qualifiziert. Im Finale verzichtete die dritte Mannschaft auf ein Duell mit ihren Vereinskameraden und ließen der ersten den Vortritt. So triumphierten die Spieler aus dem Goldenen Grund nach dem Corona-Lockdown schon zum dritten Mal in Folge und sicherten sich die begehrte Bezirkstrophäe.
Nachfolgend die Einzelergebnisse:
Halbfinale
SC Rochade Diez 1 – SK Niederbrechen 1 (1:3)
Robin Höhler – Sebastian Send 0,5:0,5
Bernd Höhler – Jonas Weyer 0:1
Patrick Metz – Ivana Stanimirovic 0,5:0,5
René Schümann – Madeleine Schardt 0:1
SC Königsflügel Lindenholzhausen 1 – SK Niederbrechen 3 (1:3)
Mark Müller – Markus Beinrucker 0:1
Wolfgang Weisser – Matthias Meffert 0,5:0,5
Florian Stuhlmann – Lennard Meffert 0,5:0,5
Felix Stuhlmann – Karim Rabiya 0:1
Finale
SK Niederbrechen 3 – SK Niederbrechen 1 (0:4, kl.)