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- Geschrieben von: Pressewart
Wohl noch nie mussten die Schach-Akteure des Hessenpokals so viel Schweiß vergießen wie in der ersten Runde des diesjährigen Wettbewerbs.
Am heißesten Tag des Jahres bei Temperaturwerten von weit über 30°C stellten sich die Spieler des SK Niederbrechen 1 und 2 ihren Gegnern. Dabei hatten die Brecher noch das Glück, dass beiden Mannschaften ein Heimspiel zugelost wurde, während ihre Gegner aus Kassel bzw. Bickenbach anreisen mussten.
Da das Vereinsheim in Niederbrechen keine Klimaanlage besitzt, versuchten die Verantwortlichen die Temperaturen mit sechs ständig laufenden Ventilatoren und vielen kalten Getränken etwas erträglicher zu gestalten.
Der heimische Bezirksmeister, SKN 1, hatte mit dem SVG Caissa Kassel 1 den Dritten der Verbandsliga Nord zu Gast, konnte allerdings nicht in Bestbesetzung antreten. Die Nordhessen ihrerseits waren aber auch nur mit einer „Notelf“ erschienen, denn vor Ort wurde lediglich ein Spieler aus deren Spitzenmannschaft eingesetzt. So lagen die Vorteile eindeutig beim Gastgeber. Aber der Pokal hat, wie auch schon eine alte Fußballweisheit sagt, seine eigenen Gesetze. Die Begegnung lief für den SKN leider recht unglücklich. Nach einem unnötig frühen Rückstand gelang dem Heimteam ein Sieg zum Ausgleich. Aber durch eine weitere Niederlage kamen die Brecher erneut ins Hintertreffen. Ein Erfolg am Spitzenbrett hätte die Brecher in ein Unentschieden und damit in die sog. Berliner Wertung retten können. Hierbei entscheiden die Einzelresultate: ein Sieg an Brett 1 bringt vier, an Brett 2 drei, am dritten Brett zwei und am vierten einen Zähler. Bei einem Remis werden die Punkte jeweils geteilt. Steht es auch hier 2:2, wird mit vertauschten Figurenfarben eine Entscheidung im 15 Minuten-Schnellschach gesucht. Erst wenn auch dieses Duell mit einem Gleichstand endet, entscheidet das Los. Das Remis von Jonas Weyer an Brett eins reichte daher für Niederbrechens erste Mannschaft leider nicht mehr und somit ist der Hessenpokal 2026 für den SKN 1 bereits beendet.
Madeleine Schardt, Teamleiterin von SKN 2, rechnete nicht damit, den haushohen Favoriten, SK Bickenbach 1, in Gefahr zu bringen. Immerhin glänzte der Verein aus Südhessen in dieser Saison als Vizemeister der Oberliga Süd-West und ist damit drei Klassen höher angesiedelt. Doch auch hier trat der Gast überraschenderweise ausschließlich mit dem Personal aus der zweiten und vierten Mannschaft an.
In der Folge konnte das heimische Landesklassen-Quartett seinen Gegner aus dem Odenwald unerwartet klar bezwingen und ist nun eine Runde weiter.
Hier die Einzelresultate:
SK Niederbrechen 1 – SVG Caissa Kassel 1 (1,5:2,5)
Jonas Weyer – Jannis Rödel 0,5:0,5
Markus Beinrucker – Rafael Guerrero Gimeno 0:1
Lukas Fleckenstein – Theo Fleischmann 1:0
Clemens Beinrucker – Tom Holzmann 0:1
SK Niederbrechen 2 – SK Bickenbach 1 (3:1)
Bernd Hardt – Finn Bender 0:1
Karim Rabiya – Leon David Bär 1:0
Lennard Meffert – Michael Kirchmann 1:0
Madeleine Schardt – Philipp Zocher 1:0
Die Ergebnisse der übrigen Begegnungen:
SV Oberursel 1 – Sfr. Wolfhagen 2 (1:3)
SV Rochade Hünfeld - Sfr. Wolfhagen 1 (0,5:3,5)
SVG Caissa Kassel 2 – SSG Hungen-Lich 1 (2:2, BW: 4,5:5,5)
SC Ladja Roßdorf 1 – SK Bad Homburg 1 (2:2, BW: 4,5:5,5)
SV Raunheim 1 – Frankfurter TV 1 (2:2, BW: 4,5:5,5)
SK Marburg 1 – SV Hofheim 1 (1:3)
Sfr. Eltville 1 – SK Gründau 1 (2,5:1,5)
SK Gernsheim 1 – Freibauer Mörlenbach (2,5:1,5)
SC Fulda 1 – Wiesbadener SV 1 (4:0)
SK Fürth 1 – SC Frankfurt-West 1 (1:3)
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Pokalsieger Lennard Meffert
Wie schon 2025 besuchten in diesem Jahr wieder zwei Jugendliche des Schachklub Niederbrechen den traditionellen Dünsbergpokal-Wettbewerb in Rodheim. Dieses, nach der höchsten Erhebung im Gießener Raum benannten Turnier, wird schon seit mehr als 30 Jahren ausgerichtet und wurde von dem im Jahr 1984 gegründeten Verein „Biebertaler Schachfreunde“ ins Leben gerufen. Viele gestandene, mittlerweile erwachsene Schachspieler aus dem heimischen Bezirk Lahn sammelten schon als Kinder und Jugendliche bei diesem größten Nachwuchsturnier in Mittelhessen ihre ersten Erfahrungen und nicht wenige feierten auch hier ihre ersten Erfolge. Nach der Zwangspause durch die Corona-Jahre erhält diese Veranstaltung langsam wieder mehr Zuspruch und die Teilnehmerzahlen steigen, 108 Akteure waren es diesmal. Gespielt wurde in den Altersklassen U8 bis U25. Dabei waren sieben Runden im Schweizer System (Computerauslosung) bei 20 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie zu absolvieren.
Erfolgreichster Teilnehmer war dabei Lennard Meffert. In der abgelaufenen Saison hatte er seine Spielstärke durch den Einsatz in der Landesklasse West und der Verbandsliga Süd erheblich verbessern können. So kam sein Turniersieg nicht ganz unerwartet. Aber seine Quote von 7,0 Punkten aus sieben Partien überraschte selbst seinen Vereinstrainer. Bei der Siegerehrung stand er schließlich ganz oben auf dem Treppchen und nahm freudestrahlend den Pokal für seine Altersklasse U14 entgegen. Damit bestätigte er seinen Vorjahressieg und etablierte sich als einer der besten hessischen Spieler seiner Altersstufe.
In der Klasse U10 gab seine Vereinskameradin Mathilda May ihr Debüt bei einem externen Turnier. In der größten Teilnehmergruppe des Turniers schlug sie sich wacker und erspielte sich auf Anhieb drei Punkte aus sieben Begegnungen, was ihr mit Rang 14 einen Platz im vorderen Mittelfeld einbrachte. Ein schöner Einstand.
Zitat von Jugendtrainer Matthias Meffert: „Es ist superwichtig regelmäßig Turniere zu spielen und Erfahrungen und Wiedererkennungen zu sammeln. Diese prägen die Spielstärke im Anfängerbereich am meisten.“
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Lahn Limburg dominiert
Bei den diesjährigen Bezirks-Blitz-Meisterschaften der Schachjugend in Lindenholzhausen musste Jugendleiterin Julia Wagner leider einen deutlichen Teilnehmerrückgang feststellen. Diesmal konnte sie Kinder und Jugendliche aus vier Vereinen, sowie zwei vereinslose Teilnehmer begrüßen. Die mitgereisten Betreuer und Eltern erlebten einen harmonischen und gut organisierten Titelkampf für die Klassen U8 - U18. Da nicht alle Altersstufen gleichstark vertreten waren, wurde der Nachwuchs in zwei Kategorien eingeteilt. Die Klassen U8 bis U12, sowie die Klassen U14-18 spielten dabei jeweils gemeinsam in einer Gruppe. Beim Blitzschach steht jedem Akteur nur fünf Minuten pro Partie zur Verfügung. Perfektes Schachspiel ist dabei nicht zu erwarten, denn hier entscheidet derjenige das Match für sich, der die wenigsten Fehler macht. So kam es an den Brettern gerade bei den Jüngsten oft zu wunderlichen Stellungen und überraschenden Wendungen, weil viele oft zu hektisch agierten. Auch wenn für die Kinder nicht alle Partien nach Wusch verliefen, so waren sie doch mit Feuereifer bei der Sache. Das Turnier wurde doppelrundig gespielt, so dass sich die gleichen Gegner jeweils einmal mit den weißen und einmal mit den schwarzen Steinen gegenübersaßen. Auch heuer stellte der SV Lahn Limburg die meisten Teilnehmer, während andere Clubs in einigen Klassen deutlich unterrepräsentiert waren. Hier müssen die Verantwortlichen der Vereine noch mehr Motivationsarbeit bei ihrem Nachwuchs leisten.
In der älteren Gruppe glänzte der noch zur U14 gehörende Lennard Meffert vom SK Niederbrechen mit einem verlustpunktfreiem „Durchmarsch“ und dem Sieg in seiner Klasse vor dem vereinslosen Mats Mares und den beiden Diezern Maximilian Stangl und Roland Streck.
In den Altersstufen U16 und U18 holten sich erwartungsgemäß Lennox Arbogast und Mykhailo Larin (beide SV Lahn Limburg) die Goldmedaille.
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen in der U12 lieferten sich die beiden Vereinskameraden Maxim Reimer und William Vonnemann, ebenfalls SV Lahn Limburg, mit dem besseren Ende für Letztgenannten. Dritter wurde Theodor Reimer (ohne Verein).
Genauso spannend verlief das Duell in der Klasse U10. Hier überzeugten Anastasia Reimer (SV Lahn Limburg) und Mathilda May (SK Niederbrechen) mit einem tollen Zweikampf, wobei die Domstädterin schließlich die Nase vorn hatte und den vierten
Erfolg für ihren Verein sicherte. Auf den weiteren Plätzen Felix Werb und Ben Wilhelm (beide SC Königsflügel Lindenholzhausen).
Der Bezirksmeistertitel in der jüngsten Klasse blieb diesmal beim Gastgeber: Lale Saygaz (SC Königsflügel Lindenholzhausen) konnte sich in der U8 ganz oben auf dem Siegertreppchen platzieren.