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SK Niederbrechen dominiert den Bezirkspokal
Das Viertelfinale des Schach-Bezirkspokals für Vierermannschaften wurde in diesem Jahr eindeutig vom SK Niederbrechen beherrscht. Die Brecher stellten mit vier Teams auch die meisten Mannschaften. Turnierleiter Florian Stuhlmann bedauerte, dass heuer wieder drei Clubs gänzlich auf eine Teilnahme verzichteten, bedauerlicherweise auch die Domstädter aus Limburg.
Titelverteidiger Niederbrechen 1 war Gast beim SC Bad Marienberg 1. Dort ließ das favorisierte Quartett aus dem Goldenen Grund den Westerwäldern wenig Chancen und siegte ohne einen Gegenpunkt. Spannender verlief das Lokalderby zwischen Lindenholzhausens erster und Niederbrechens zweiter Mannschaft. Hier hielten die Hollesser lange dagegen und standen kurz vor einer Punkteteilung. Doch dem Nachbarverein gelang schließlich etwas glücklich der nötige Punkt zum Sieg.
Überraschend deutlich gewann der SK Niederbrechen 3 gegen den SC Langendernbach 1, da dieser in seiner Aufstellung auf einige seiner stärksten Bezirksligaspieler verzichtet hatte. Sehr ausgeglichen verlief das Duell zwischen dem SC Königsflügel 2 aus Lindenholzhausen und dem vierten Brecher Team. Selbst nach mehr als drei Stunden war bei keiner der Partien eine eindeutige Entscheidung erkennbar. Schließlich avancierte der Hollesser Klaus Meisner zum Matchwinner, als sein Gegner, Thomas Heider, das Zeitlimit überschritt bevor die erforderlichen 40 Züge absolviert waren. Er hatte wohl die verkürzte Bedenkzeit im Pokalmodus unterschätzt. Da die restlichen Spiele mit einem Remis endeten, gewann Lindenholzausen die enge Begegnung und konnte so neben den Mannschaften SKN 1 - 3 in das Halbfinale einziehen.
Hier die Einzelergebnisse an den Brettern:
SC Bad Marienberg 1 – SK Niederbrechen 1 (0:4)
Wiliam Branowski – Sebastian Send 0:1
Dejan Pantic – Jonas Weyer 0:1
Karen Barsegian – Ivana Stanimirovic 0:1
Berthold Gertz – Madeleine Schardt 0:1
SC Königsflügel Lindenholzhausen 1 – SK Niederbrechen 2 (1:3)
Mark Müller – Torsten Römer 0:1
Wolfgang Weisser – Lukas Fleckenstein 0:1
Christoph Diefenbach – Simon Schneider 1:0
Michael Rompel – Bernd Hardt 0:1
SK Niederbrechen 3 – SC Langendernbach 1 (4:0)
Clemens Beinrucker – Martin Thomanek 1:0
Matthias Meffert – Ralf Nienhaus 1:0
Lennard Meffert – Jonas Freiberg 1:0
Karim Rabiya – Julian Oßendorf 1:0
SK Niederbrechen 4 – SC Königsflügel Lindenholzhausen 2 (1,5:2,5)
Thomas Schupp – Klaus-Jürgen Sturm 0,5:0,5
Erik Stab – Aloys Müller 0,5:0,5
Thomas Heider – Klaus Meisner 0:1
Michael Schneider – Sebastian Wagner 0,5:0,5
Nach Auslosung des Halbfinales kommt es am 09.05. zu folgenden Begegnungen:
SK Niederbrechen 3 – SK Niederbrechen 1
SK Niederbrechen 2 – SC Königsflügel Lindenholzhausen 2
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- Geschrieben von: Pressewart
Meffert und Cromm unter den Top Ten
Das größte Event der Schach-Nachwuchsspieler im Laufe einer Saison findet alljährlich mit den Hessischen Jugendmeisterschaften in Bad Homburg statt und ist für den überwiegenden Teil der Youngster aus allen Teilen des Landes der Höhepunkt des Jahres.
Bei einer Teilnehmerzahl von mehr als 250 (!) in den Klassen U10 bis U18 dauert die Veranstaltung während der Osterferien eine ganze Woche. Das sogenannte „Zentrale Lager“ findet in und auf dem Gelände der örtlichen Jugendherberge statt. Die Verantwortlichen des Hessischen Schachverbandes sind daher fast rund um die Uhr eingespannt und haben eine Mammutaufgabe zu bewältigen.
Langeweile kann hier nicht aufkommen, denn neben den täglichen Turnierspielen gibt es auch ein Rahmenprogramm mit Schwimmbadbesuchen und Spieleabenden. Dazu kommen noch diverse Aktivitäten wie ein Fußball-, ein Minigolf- und ein Tischtennisturnier, eine Schnitzeljagd sowie ein Grillabend, ein Bowlingabend, ein Kletterevent, verschiedene Arten von „Exotenschach“ und die Möglichkeit zu kreativen Tätigkeiten. Schach wird natürlich auch gespielt – immerhin geht es um die hessischen Landestitel aller Klassen und um die Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften. Das „Zentrale Lager“ gibt es bereits seit mehr als 25 Jahren und es hat bis heute nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt.
In diesem Jahr waren vier Akteure des heimischen Schachbezirks dabei.
Erfolgreichster Teilnehmer war in diesem Jahr der Brecher U14-Spieler Lennard Meffert. Beim diesjährigen Langschachturnier wurde wie immer im Modus des „Schweizer Systems“ gespielt. Hier werden Gegner mit annähernd gleicher Punktzahl vom Computerprogramm gegeneinander gelost. Bei seiner vierten Teilnahme konnte sich Meffert gegenüber dem Vorjahr erneut verbessern und platzierte sich in seiner Klasse auf Rang sieben – der bisher größte Erfolg auf Landesebene. Dabei sammelte er mit drei Siegen und zwei Remis insgesamt vier Punkte aus sieben Partien.
Mika Cromm vom TuS Löhnberg trat mittlerweile schon zum zweiten Mal in der Klasse U18 an und ist praktisch schon ein „alter Hase“. Mit Ausnahme des während der Corona-Pandemie verhängten Lockdowns ist er bereits seit seinem neunten Lebensjahr dabei und war regelmäßig weit vorne platziert. Einen Höhepunkt setzte er bereits im Alter von zehn Jahren mit der Goldmedaille im Blitzschach.
Am Ende des diesjährigen Partie-Marathons hatte der Löhnberger vier Siege aus sieben Begegnungen erspielt und erreichte wie im vergangenen Jahr mit Rang acht erneut einen Platz unter den Top Ten. Im abschließenden Blitzschach-Durchgang lief es allerdings nicht so gut wie gewohnt. Nach dem kräftezehrenden Tagesturnier über 21 (!) Runden erkämpfte er sich gegen die besten Spieler seiner Klasse aus Hessen mit sechs Punkten Platz 17.
Der zweite Teilnehmer des SK Niederbrechen war Erik Stab, der sich der Konkurrenz in der U16 stellen musste. Bei seinen fünften Landesmeisterschaften sammelte er 2,5 Zähler aus sieben Runden und platzierte sich mit Rang 19 etwas unter seiner eigentlichen Spielstärke.
Jonathan Rosog vom SC Rochade Diez gab in diesem Jahr sein Debüt bei den Hessischen Meisterschaften. Da er als U14-Spieler jedoch nicht qualifiziert war, musste er im offenen Turnier der U18 teilnehmen. Hier erzielte er als einer der jüngsten Teilnehmer immerhin zwei Punkte aus sieben Partien und zog sich mit Rang 34 bei 42 Mitkonkurrenten respektabel aus der Affäre.
Das Osterferien-Abenteuer „Zentrales Lager“ hat allen Teilnehmern viel Spaß gemacht und wird sicher auch im nächsten Jahr wieder eine Neuauflage finden.
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SK Niederbrechen 2: es geht bergab
In der achten Runde der Schach-Landesklasse West trafen die beiden heimischen Vereine Niederbrechen 2 und Lindenholzhausen 1 aufeinander. Während die Hollesser in Bestbesetzung antreten konnten, musste Madeleine Schardt auf Brecher Seite auf zwei Stammspieler verzichten. Auch diesmal gelang es den Gastgebern zum wiederholten Mal nicht, ihren Gegner in den Griff zu bekommen. So ging nach vier Niederlagen in Folge auch das Lokalderby gegen den Nachbarklub verloren. Lediglich Ivana Stanimirovic konnte gegen „Altmeister“ Wolfgang Weisser ihren ersten vollen Brettpunkt der Saison verbuchen. Das Team des SKN 2 rutschte in Folge bis auf den vorletzten Platz ab und hat kaum noch Chancen die Klasse zu halten. Der SC Königsflügel hat im Gegenzug dazu mit seinem dritten Zweipunkteerfolg in Serie den Verbleib in der Landesklasse vor der letzten Runde so gut wie sicher geschafft.
Für Bad Marienberg 1 war auch das „Kellerduell“ gegen TuS Dotzheim 1 nicht von einem Happy End gekrönt. Die siebte Niederlage in der laufenden Saison machte deutlich, dass die Westerwälder den Konkurrenten in der Landesklasse größtenteils nicht gewachsen sind. Diesmal konnten sie allerdings mit zwei Siegen und zwei Remis das Ergebnis etwas erträglicher gestalten. Die Mannschaft hat jedoch mittlerweile so viel Rückstand auf die anderen Vereine, dass sie auch in der Schlussrunde auf dem letzten Platz bleiben wird.
Hier die Einzelresultate:
SK Niederbrechen 2 – SC Königsflügel Lindenholzhausen 1 (2,5:5,5)
Bernd Hardt – Mark Müller 0:1
Karim Rabiya – Florian Stuhlmann 0:1
Andreas Janzen – Felix Stuhlmann 0:1
Madeleine Schardt – Andreas Egels 0,5:0,5
Ivana Stanimirovic – Wolfgang Weisser 1:0
Andreas Götz – Christoph Diefenbach 0,5:0,5
Martin Künzl – Gerd Fischer 0:1
Simon Schneider – Michael Rompel 0,5:0,5
SC Bad Marienberg 1 – TuS Dotzheim 1 (3:5)
Wiliam Branowski – Mark Heindrich 1:0
Dejan Pantic – Felix Schlitzer 0:1
Karen Barsegian – Stefan Donecker 0:1
Berthold Gertz – Stefan Zimmermann 0:1
Mike Holl – Stefan Freund 0,5:0,5
Oliver Person – Dirk Emmerich 0:1
Stefan Linz – Mario Berardinelli 1:0
Sebastian Hoffmann – Siegfried Zawada 0,5:0,5
Die anderen Mannschaftsresultate:
SG Turm Idstein – SF Braunfels 1 (4:4)
Biebertaler SF 1 – Stiller Zug Wiesbaden 1 (5,5:2,5)
SK Marburg 2 – SSG Hungen-Lich 1 (3:5)
Die aktuelle Tabelle der Landesklasse West:
1.SSG Hungen-Lich 1 16 (45,0)
2.Biebertaler SF 1 12 (39,5)
3.SK Marburg 2 11 (40,5)
4.SF Braunfels 1 11 (38,0)
5.SC Königsflügel Lindenholzhausen 1 9 (33,5)
6.SG Turm Idstein 1 7 (32,5)
7.Stiller Zug Wiesbaden 1 6 (29,0)
8.TuS Dotzheim 1 4 (22,0)
9.SK Niederbrechen 2 3 (26,0)
10.SC Bad Marienberg 1 1 (14,0)