SK Niederbrechen mit glänzender Vorstellung
Für einen Tag war Werschau das Mekka der Hessischen Schachspieler. Dreißig Teams aus allen Bezirken des Landesverbandes trafen sich im Dorfgemeinschaftshaus des kleinen Brecher Ortsteils, um den Titel des Blitz-Mannschaftsmeisters auszufechten. Mit 128 Akteuren aus 22 Vereinen gerieten die Räumlichkeiten an ihre Kapazitätsgrenze. Der Schachklub Niederbrechen hatte sich um die Ausrichtung beworben und nach 2023 – zum 75jährigen Vereinsjubiläum – erneut den Zuschlag bekommen. Die zahlreichen Helfer des Gastgebers hatten das Event bestens vorbereitet und sorgten auch den ganzen Tag für das leibliche Wohl.
Das Spielmaterial wurde vom hessischen Schachverband gestellt. SKN-Vorsitzender Andreas Klapper und Bürgermeister Frank Groos begrüßten die Gäste aus Nah und Fern und eröffneten anschließend die Meisterschaft. Dirk Windhaus und Andreas Filmann vom HSV-Vorstand übernahmen die Leitung und führten souverän durch das Mammut-Turnier. Immerhin mussten die Teams sage und schreibe 29 Runden im Modus „Jeder gegen Jeden“ absolvieren bei einer Bedenkzeit von jeweils 3 Minuten plus 2 Sekunden Zeitgutschrift pro Zug. Bei nur einer kurzen Pause ein Marathon von sieben Stunden!
Das verlangte von den Brettkünstlern ein enormes Stehvermögen in Sachen Kondition und Konzentration. Alle Beteiligten blieben jedoch fair und es gab keinerlei Streitpunkte zu schlichten.
In der Endabrechnung gewannen die Schachfreunde Wolfhagen als Titelverteidiger mit 55 Mannschaftspunkten hauchdünn vor dem Quartett des Wiesbadener SV mit der gleichen Ausbeute jedoch fünf Brettpunkten weniger auf dem Konto. Auf Rang drei platzierte sich die Schachabteilung des Frankfurter TV mit 52 Zählern.
Gastgeber Niederbrechen konnte sich mit Rang fünf und 42 Punkten hervorragend in Szene setzen. Arnd Janoszka, Jonas Weyer, Sebastian Send und Dominik Garzinsky erzielten damit das beste Resultat ihrer Vereinsgeschichte. Bemerkenswert dabei die Leistung von Sebastian Send, der sich mit 23,5 Punkten als Zehnter unter den erfolgreichsten Teilnehmern platzieren konnte. Das zweite Brecher Quartett landete auf Rang 29.
Das herausragendste Brettergebnis von 28,0 Punkten erzielte übrigens der ehemalige Lindenholzhausener Spieler Christian Glöckler für den SV Wiesbaden. Der erst 14jährige gehört dem deutschen Nachwuchskader an und feierte erst vor kurzem seinen IM-Titel. Am Ende waren alle Schachgäste mit der gelungenen Veranstaltung in Werschau sehr zufrieden.