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Lahn Limburg ist Vizemeister der Verbandsliga Nord
Was für eine Erfolgsstory! Der Schachverein Limburg hatte sich nach mehreren Jahren in der Bezirksliga im Anschluss an die Corona-Krise wieder neu aufgestellt und mit einigen Neuzugängen verstärkt. Nach dem Aufstieg in die Landesklasse West im Jahr 2022 gelang den Domstädtern der überraschende Durchmarsch zum Meistertitel. Es folgte der Aufstieg in die Verbandsliga Süd. Hier hatte der heimische Klub keine Mühe, sich auf Anhieb auf Rang vier zu etablieren. In der Saison 2024-25 wurden die Bezirksvereine, die auf regionaler Ebene spielten, wieder in die Verbandsliga Nord eingeteilt. Doch auch hier mischte die Mannschaft von der Lahn von Anfang an vorne mit. Dabei überflügelten sie auch die stärker eingeschätzten Niederbrecher und platzierten sich hinter den Überfliegern aus Wolfhagen auf Rang 2. Der bisher größte Erfolg des SV Lahn seit 20 Jahren! Auch in der letzten Runde ließen die Limburger dem Gastgeber von den Biebertaler Schachfreunden keine Chance und krönten mit dem sechsten Saisonsieg das Ligajahr. Herzlichen Glückwunsch!
Der SK Niederbrechen 1 empfing am abschließenden Spieltag den SK Gießen 1. Da beide Mannschaften den Klassenerhalt bereits sicher verbuchen konnten und auch in der Tabelle nach vorne keine Veränderungen mehr zu erwarten waren, taten sich die Teams nicht weh. Man einigte sich relativ schnell auf eine Punkteteilung. Die Brecher beendeten damit die durchwachsene Saison auf Platz sechs.
Lindenholzhausen 1 konnte sich über einen unerwarteten Punktesegen freuen. Der Tabellenführer aus Wolfhagen verzichtete auf die lange Anfahrt, da er bereits eine Runde vor Schluss die Meisterschaft in der Tasche hatte. Anstatt an die Bretter zu gehen ließen die Nordhessen lieber die Sektkorken knallen. Am Abstieg der Hollesser wird das Resultat aber nichts mehr ändern.
Beim Blick in die Topscorerliste gab es eine Überraschung. Gleich zwei heimische Schachspieler belegten Rang zwei. Mit jeweils sieben (!) Punkten aus neun Partien konnten Youngster Tim Lehmann vom SV Lahn Limburg und Senior Wolfgang Weisser vom SC Königsflügel Lindenholzhausen glänzen. Dabei ließen sie 138 Mitkonkurrenten in der Verbandsliga Nord hinter sich. Eine tolle Leistung!
Hier die Einzelresultate der Schlussrunde:
Biebertaler SF 1 – SV Lahn Limburg 1 (2,5:5,5)
Tobias Blaschke – Gerrit Leck 0:1
Christopher Ottway – Tim Lehmann 0:1
Andreas Barth – Volker Weil 0,5:0,5
Finnegran Pralle – Oleksii Larin 0:1
Tillmann Limpert – Torsten Täger 0:1 (kl.)
Fabian Bietz – Nils Lehmann 1:0
Florian Reichelt – Elias Metzner 1:0
Julia Peschel – Arne Becker 0:1
SK Niederbrechen 1 – SK Gießen 1 (4:4)
Arnd Janoszka – Bayastan Sydykov 0:1 (kl.)
Sebastian Send – Roger Derichs 0,5:0,5
Jonas Weyer – Thorsten Eckhardt 0,5:0,5
Dominik Garzinsky – Sofiia Villip 0,5:0,5
Lukas Fleckenstein – Peter Rudolph 0,5:0,5
David Ries – Himmet Bicer 0,5:0,5
Matthias Meffert – Lutz Konrad 0,5:0,5
Dirk Egenolf – Thomas Sunder 1:0 (kl.)
SC Königsflügel Lindenholzhausen 1 – Sfr. Wolfhagen 3 (8:0)
Die übrigen Mannschaftsergebnisse:
SVG Caissa Kassel 1 – SV Bergwinkel 1 (4:4)
SC Bad Nauheim 1 – SK Gründau 1 (1,5:6,5)
Die Abschlusstabelle der Verbandsliga Nord 2024-25:
1.Sfr. Wolfhagen 3 16 (44,0)
2.SV Lahn Limburg 1 14 (43,0)
3.SK Gründau 1 11 (40,5)
4.SK Gießen 1 11 (40,0)
5.SC Bad Nauheim 1 11 (37,0)
6.SK Niederbrechen 1 9 (38,0)
7.SVG Caissa Kassel 1 6 (34,5)
8.SV Bergwinkel 1 5 (32,5)
9.SC Lindenholzhausen 1 5 (27,5)
10.Biebertaler SF 1 2 (23,0)
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SK Niederbrechen 2 kann aufatmen
In der neunten und letzten Runde der Schach-Landesklasse West wurde es noch einmal eng für die zweite Mannschaft des Schachklubs Niederbrechen. Die Brecher hatten den bisher ungeschlagenen Tabellenführer Schierstein 1 zu Gast und wussten, dass dies ein „schwerer Brocken“ ist. Die Rheingauer konnten es sich sogar leisten mit nur sieben Akteuren an die Bretter zu gehen, da sie bereits die Meisterschaft in der Tasche hatten. Die Gäste machten trotzdem bald klar, dass sie ihre weiße Weste behalten wollten. Die heimische Mannschaft um Madeleine Schardt mühte sich zwar redlich, doch außer dem kampflosen Punkt an Brett vier konnte nur Ersatzspieler Karim Rabiya an Brett acht noch einen Erfolg verbuchen. Torsten Römer (Brett 1) und Ivana Stanimirovic (Brett 5) erkämpften sich immerhin noch eine Punkteteilung. Dem gegenüber standen vier Niederlagen, so dass die Gastgeber nach der fünften Saisonniederlage auf Rang sechs abrutschten, da sie noch von Idstein überholt wurden. Dann begann das große Zittern, denn man musste auf die Resultate der anderen Begegnungen warten. Nach Bekanntgabe der Ergebnisse konnte das Team aufatmen, denn die engsten Verfolger hatten ebenfalls Federn gelassen oder zu wenig Brettpunkte erspielt, um das rettende Ufer noch zu erreichen. Schließlich stand nach einer schwierigen Saison der Klassenerhalt für den SKN 2 fest. Limburg verabschiedete sich kampflos aus der Landesklasse, da der Abstieg in die Bezirksliga schon vorher feststand. Für die Domstädter stand das Jahr unter dem Motto „Erfahrungen sammeln“ und gab auch etlichen Nachwuchstalenten die Möglichkeit sich in der höheren Liga zu beweisen. In der kommenden Saison wird sich die Mannschaft neu aufstellen, um dann ggf. einen Wiederaufstieg anzustreben. Auch in Niederbrechen hat man bereits diese Erfahrung gemacht. Seinerzeit hatte die erste Mannschaft drei Anläufe gebraucht, bis sie sich in der Landesklasse halten konnte.
Nachfolgend die Brettergebnisse:
SK Niederbrechen 2 – FT Schierstein 1 (3,0:5,0)
Torsten Römer – Robert Mazurek 0,5:0,5
Madeleine Schardt – Ronald Dauster 0:1
Clemens Beinrucker – Ingo Albert 0:1
Markus Beinrucker – Patrick Abels 1:0 (kl.)
Ivana Stanimirovic – Joachim Schulz 0,5:0,5
Andreas Janzen – Zaur Hasanov 0:1
Andreas Götz – Samuel Maar 0:1
Karim Rabiya – Linus Ostheim 1:0
SG Turm Idstein 1 – SV Lahn Limburg 2 (8:0, kl.)
Die weiteren Resultate:
Sfr. Eltville 1 – SF Braunfels 1 (5,0:3,0)
Biebertaler SF 2 – SF Braunfels 2 (1,5:6,5)
TuS Dotzheim 1 – SK Marburg 2 (1,5:6,5)
Die Abschlusstabelle der Landesklasse West 2024-25:
1.FT Schierstein 1 18 (50,5)
2.SK Marburg 2 12 (40,0)
3.SF Braunfels 2 12 (39,0)
4.TuS Dotzheim 1 11 (34,0)
5.SG Turm Idstein 1 9 (41,5)
6.SK Niederbrechen 2 8 (37,0)
7.Sfr. Eltville 1 8 (35,5)
8.SF Braunfels 1 7 (37,0)
9.Biebertaler SF 2 4 (26,0)
10.SV Lahn Limburg 2 1 (18,5)
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Bronzemedaille für Madeleine Schardt
Premiere in Niederbrechen – zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte richtete der Schachklub eine Hessische Meisterschaft im Blitzschach der Damen aus. Da der Landesverband am Jahresbeginn noch einen Veranstalter gesucht hatte, boten die Verantwortlichen des SK auf Initiative von Madeleine Schardt dem HSV an, dieses Event zu übernehmen. Die Resonanz bei den Schachspielerinnen der Hessischen Vereine hätte allerdings etwas größer sein können. Der Grund war wohl, dass Niederbrechen nicht gerade zentral liegt und viele den recht weiten Weg scheuten.
Das tat der guten Laune bei den Teilnehmerinnen und Helfern des Vereins aber keinen Abbruch. Das Turnier selbst fand in sehr familiärer Atmosphäre statt. Für den reibungslosen Ablauf sorgten Turnierleiter Clemens Beinrucker und Schiedsrichter Karim Rabiya (beide vom gastgebenden Verein). Letzterer begrüßte auch alle Gäste und konnte mit Andreas Filmann und Fabian Czappa sogar den ersten Vorsitzenden des Hessischen Schachverbandes und den Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Vereinsheim des SK willkommen heißen. Einige Zuschauer aus dem heimischen Bezirk verfolgten ebenfalls interessiert das ganze Geschehen. Wie stark die angetretenen Spielerinnen sind, erkennt man daran, dass von den Akteurinnen immerhin drei in der zweiten Frauen-Bundesliga und vier in der Regionalliga im Einsatz sind. Durchgeführt wurde das Turnier im Modus „Jede gegen Jede“ mit einer Bedenkzeit je Partie von 3 Minuten plus 2 Sekunden Zeitgutschrift pro Zug, wobei elf Runden zu absolvieren waren. Nach anstrengenden vier Stunden mit vielen spannenden Zweikämpfen hatte Anne Lukas vom SK Gernsheim mit neun Zählern die meisten Punkte gesammelt. Auf Platz zwei und drei folgten Sofiia Villip (SK Gießen) und Madeleine Schardt (SK Niederbrechen). Beide hatten am Ende sieben Mal gepunktet, wobei die Lokalmatadorin nur durch die Feinwertung hauchdünn an Silber vorbeischrammte. Trotzdem ein tolles Ergebnis für die Mannschaftsführerin des SKN 2, die damit ihren Vorjahreserfolg wiederholen konnte. Somit hatte sich die Südhessische Siegerin Anne Lukas für die Deutschen Blitz-Meisterschaften in München qualifiziert. Da sie aber an diesem Termin verhindert ist, wird Sofiia Villip als Zweitplatzierte nachrücken.
Nachfolgend die Platzierungen der ersten zehn Damen:
1.Anne Lukas (SK Gernsheim) 9,0 P.; 2.Sofiia Villip (SK Gießen) 7,0 P.(32,5); 3.Madeleine Schardt (SK Niederbrechen) 7,0 (27,5); 4.Iosif Hoellenriegel (SG Bensheim) 6,5 P.; 5.Maria Schott (Sabt Frankfurter TV) 5,0 P.; 6.Christa Kaulfuss (SV Hofheim) 4,5 P.(22,75); 7.Silvia Elpelt (SV Eschborn) 4,5 (16,00); 8.Katrin Hanka (Bad Vilbeler Schachfreunde) 4,5 P.(15,25); 9.Minh Anh Nguyen (SV Hofheim) 3,5 P.; 10.Claudia Winkler (SK Bad Schwalbach) 2,0 P.; 11.Stefanie Winkler (SK Bad Schwalbach) 1,5 P.
Insgesamt waren alle Teilnehmenden mit dem Ablauf des Turniers sehr zufrieden und wünschten sich im nächsten Jahr eine Wiederholung dieser Meisterschaft.