Volle Hütte, prominenter Mitspieler, Spiel, Spaß und Freude
Turnierüberblick
Das zehnte Limburger WERKStadt-Open, eine Kooperation zwischen dem Schachbezirk 9 des Hessischen Schachverbandes und der WERKStadt Limburg, hatte erstmals mit 122 Teilnehmenden alle Plätze besetzt. Zwar war das Turnier auch bisher im Vorfeld immer ausgebucht, aber fehlende SpielerInnen am Turniertag verhinderten eine komplette Teilnehmendenliste. Zwar verzögerte die Aufnahme der Nachrücker alles etwas, aber dafür konnten alle vor Ort mitspielen.
In diesem Jahr durften sich die SpielerInnen über die Teilnahme des Nationalspielers und Großmeisters Alexander Donchenko freuen, der das Turnier in seinem vollen Terminkalender unterbringen konnte.
Die besondere Atmosphäre in der belebten Einkaufspassage verlieh dem Turnier seinen einzigartigen Charakter, ganz im Gegensatz zur üblichen Ruhe eines Indoor-Events. Dieses Ambiente zog Spieler aller Altersklassen an die Bretter – von Jugendlichen bis zu Senioren.
Unter den Teilnehmenden befanden sich nicht nur VereinsspielerInnen und Internationale MeisterInnen, sondern auch erneut über 30 vereinslose Schachbegeisterte, die sich der Herausforderung stellten. Diese Schachfreunde nutzen das Angebot der kostenlosen Teilnahme zum Hereinschnuppern. Hier gibt es nichts zu verlieren, aber einen Gutschein zu gewinnen.
Durch die Nähe zum flanierenden oder einkaufenden Publikum ergaben sich viele spontane Begegnungen. Die Ausrichter erhoffen sich hierduch auch neue Interessenten am Vereinssport Schach – als Alternative oder Ergänzung zum Onlineschach.
Die Turnierleitung lag erneut in den bewährten Händen von Joachim Grieß vom Hessischen Schachverband (HSV). Der Großteil des Spielmaterials wurde ebenfalls vom HSV zur Verfügung gestellt.
Turnierverlauf und Sieger
In dem neunrundigen Schnellschachturnier, bei dem jeder Teilnehmende 15 Minuten Bedenkzeit pro Partie hatte, trafen die Favoriten erwartungsgemäß früh an der Spitze aufeinander. Doch konnten auch immer wieder heimische SpielerInnen in das Feld der Meister eindringen und den einen oder anderen Punkt erkämpfen.
Für das leibliche Wohl war durch die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten in der WERKStadt bestens gesorgt.
Am Ende des Tages setzte sich Martin Heider von der SV Worms 1878 mit 8 von 9 möglichen Punkten durch und sicherte sich den Turniersieg. Knapp dahinter mit 7,5 Punkten belegte GM Alexander Donchenko von der OSG Baden-Baden den zweiten Platz. Dritter wurde FM Michael Schenderowitsch von der TSV Schott Mainz. Der Titel des besten Spielers aus dem Bezirk 9 ging an Jonas Weyer aus Niederbrechen, der mit 6 Punkten den 15. Platz in der Gesamtwertung erreichte.
Preisträger
Sieger und bester Bezirk 9
- 1. Platz Martin Heider (SV Worms 1878)
- 2. Platz GM Alexander Donchenko (OSG Baden-Baden)
- 3. Platz FM Michael Schenderowitsch (TSV Schott Mainz)
- Sieger Bezirk 9 Jonas Weyer (SK Niederbrechen 1948)
Rating-Preise
- Bester DWZ Unter 2200: Sebastian Send (SK Niederbrechen 1948)
- Bester DWZ Unter 2000: Marc Stosberg (Sfr. Mörfelden - Walldorf)
- Bester DWZ Unter 1750: Melchior Fleißner (SC 1952 Obersthausen)
- Bester DWZ Unter 1500: Tobias Keil (SC Langendernbach)
Sonderpreise
- Bester Senior: Thorsten Eckhardt (SK 1858 Gießen)
- Beste Dame: WGM Kateryna Dolzhykova (SV Oberursel)
- Bester Jugendlicher: Aarush Sreeramulu (SK Marburg 1931)
- Bester vereinsloser Spieler: Viktor Pribe
Ergebnisse