Wie schon 2025 besuchten in diesem Jahr wieder zwei Jugendliche des Schachklub Niederbrechen den traditionellen Dünsbergpokal-Wettbewerb in Rodheim. Dieses, nach der höchsten Erhebung im Gießener Raum benannten Turnier, wird schon seit mehr als 30 Jahren ausgerichtet und wurde von dem im Jahr 1984 gegründeten Verein „Biebertaler Schachfreunde“ ins Leben gerufen. Viele gestandene, mittlerweile erwachsene Schachspieler aus dem heimischen Bezirk Lahn sammelten schon als Kinder und Jugendliche bei diesem größten Nachwuchsturnier in Mittelhessen ihre ersten Erfahrungen und nicht wenige feierten auch hier ihre ersten Erfolge. Nach der Zwangspause durch die Corona-Jahre erhält diese Veranstaltung langsam wieder mehr Zuspruch und die Teilnehmerzahlen steigen, 108 Akteure waren es diesmal. Gespielt wurde in den Altersklassen U8 bis U25. Dabei waren sieben Runden im Schweizer System (Computerauslosung) bei 20 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie zu absolvieren.
Erfolgreichster Teilnehmer war dabei Lennard Meffert. In der abgelaufenen Saison hatte er seine Spielstärke durch den Einsatz in der Landesklasse West und der Verbandsliga Süd erheblich verbessern können. So kam sein Turniersieg nicht ganz unerwartet. Aber seine Quote von 7,0 Punkten aus sieben Partien überraschte selbst seinen Vereinstrainer. Bei der Siegerehrung stand er schließlich ganz oben auf dem Treppchen und nahm freudestrahlend den Pokal für seine Altersklasse U14 entgegen. Damit bestätigte er seinen Vorjahressieg und etablierte sich als einer der besten hessischen Spieler seiner Altersstufe.
In der Klasse U10 gab seine Vereinskameradin Mathilda May ihr Debüt bei einem externen Turnier. In der größten Teilnehmergruppe des Turniers schlug sie sich wacker und erspielte sich auf Anhieb drei Punkte aus sieben Begegnungen, was ihr mit Rang 14 einen Platz im vorderen Mittelfeld einbrachte. Ein schöner Einstand.
Zitat von Jugendtrainer Matthias Meffert: „Es ist superwichtig regelmäßig Turniere zu spielen und Erfahrungen und Wiedererkennungen zu sammeln. Diese prägen die Spielstärke im Anfängerbereich am meisten.“